Geschäftsentwicklung

Kräftiger Gewinnanstieg +15.9%

Die Helvetia Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit von ­CHF 422 Mio. und damit CHF 58 Mio. oder rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Ergebnistreiber war das er­trags­starke Nicht-Lebengeschäft, in dem der Gewinn um rund 33 Prozent auf CHF 255 Mio. zulegte. Hierzu steuerten die beiden akqui­rierten Gesellschaften Nationale Suisse und Basler Österreich pro rata rund CHF 22 Mio. bei. Der Gewinn in der Lebens­versicherung blieb in ­einem schwierigen Kapitalmarktumfeld stabil.

Integration «auf Kurs»

Im Rahmen der Integration von Nationale Suisse und ­Basler Österreich kann Helvetia bereits erste Erfolge ­vorweisen: In allen Ländermärkten wurden die künftigen Führungsstrukturen, Zielorganisationen und Abläufe sowie die harmonisierte Produkt­palette für die «neue Helvetia» definiert. Der Verkaufsstart mit einem erweiterten Ge­schäfts­stellennetz unter der Marke Helvetia erfolgt in der Schweiz am 1.5.2015 sowie in Deutschland, Spanien und Italien schrittweise ab Mitte 2015.

Die übernommene Basler Österreich tritt mittlerweile unter dem Markennamen Helvetia auf. Die neue ­Vertriebsorganisation startete bereits mit dem Verkauf der vereinheitlichten Produktpalette in der Lebens­versicherung.

Erhöhte Dividende CHF 18.00

Dank dem sehr guten Gewinnausweis schlägt der ­Verwaltungsrat der Generalversammlung die Erhöhung der Dividende auf CHF 18.00 vor.

Dynamisches Wachstum Nicht-Leben +10.3%

Durch die Übernahme von Nationale Suisse und Basler Österreich stiegen die Prämien im profitablen Nicht-­Lebengeschäft gruppenweit um 10.3 Prozent¹ (in OW) auf CHF 2 789 Mio. Die kräftigsten Wachstumsimpulse brachten die beiden Übernahmen im grössten Länder­markt Schweiz sowie in Österreich, wo sich das Prämienvolumen im Nicht-Lebengeschäft um 14.5 Prozent bzw. 23.5 Prozent erhöhte.

Kapitalausstattung 216%

Die Kapitalausstattung ist mit einer Solvenz I von ­216 Prozent äusserst solide. Die SST-Quote per Ende 2014 wird auch nach den Akquisitionen voraussichtlich zwischen 150 und 200 Prozent liegen.

Combined Ratio 93.1%

Dank tiefem Schadensatz in einem an Grossschaden­ereignissen armen Geschäftsjahr verbesserte sich die Netto Combined Ratio auf 93.1 Prozent. Damit übertraf sie erneut die definierte Gruppen-Zielsetzung von 94–96 Prozent.

¹ Originalwährung wird im Folgenden mit OW abgekürzt.

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Entwicklung der Helvetia Gruppe

Im Geschäftsjahr 2014 überzeugte Helvetia wieder mit einer sehr guten Geschäftsentwicklung. Mit der Übernahme von Nationale Suisse und der Akquisition von Basler Österreich gelangen Helvetia wichtige Schritte im schweizerischen und österreichischen Markt. In der Schweiz ist Helvetia mit einer starken Top-3-Platzierung eine führende Allbranchen­versicherung. In Österreich platzierte sich Helvetia unter den Top 10 der österreichischen Versicherungsunternehmen. Dank der Übernahme von Nationale ­Suisse baute Helvetia jedoch auch in Europa ihre Posi­tionen weiter aus. Die gute Geschäfts­entwicklung spiegelte sich auch in den Geschäfts­zahlen wider.

Das Geschäftsvolumen der neuen Helvetia Gruppe belief sich auf CHF 7 766.6 Mio. und wuchs damit verglichen mit dem Vorjahr – vor allem dank der Akquisitionen – um 4.4 Prozent in Originalwährung. Mit CHF 328.1 Mio. lieferten die beiden 2014 übernommenen Gesellschaften Nationale Suisse und Basler Österreich einen ersten Wachstumsbeitrag. Die Konsolidierung der neuen Gesellschaften erfolgte im Abschluss 2014 pro rata und wird sich im Geschäftsjahr 2015 vollumfänglich materialisieren. Das organisch ausgewiesene Wachstum betrug 0.3 Prozent (in OW). Das Ergebnis aus der Geschäfts­tätigkeit¹ der neuen Helvetia Gruppe stieg um 15.9 Prozent von CHF Mio. 363.8 im Geschäftsjahr 2013 auf CHF 421.7 Mio.²

¹ Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit ist bereinigt um Integrationskosten sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, zusätzliche planmässige Abschreibungen aufgrund von Neubewertungen von verzinslichen Wertpapieren zu Marktwerten und anderen einmaligen Effekten aus den Akquisitionen. Das Ergebnis aus der Geschäfts­tätigkeit ist keine IFRS-Kennzahl und wurde daher nicht ­vom Wirtschaftsprüfer der Helvetia Gruppe testiert. Es ist jedoch von den geprüften IFRS-Zahlen abgeleitet.
² Da es im Vorjahr keine massgeblichen Sondereffekte aus Akquisitionen gab, wurde das Vorjahresergebnis nicht angepasst.